Musterbestände zum Waldumbau
Musterbestände rund um Fichten-Altdurchforstung
Zoombild vorhanden
Foto: Marius Höhne
Die Fichte bildet in den Landkreisen Regensburg und Schwandorf, sowie auch in großen Teilen Bayerns, die Hauptbaumart in unseren Wäldern. Zunehmende Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels, wie zum Beispiel Stürme, gefährden jedoch die meist in Reinbestände vorkommende Baumart. Daher ist es wichtig, diese Bestände durch regelmäßige Pflegeeingriffe zu stabilisieren.
Baumarten wie Fichte, Kiefer und auch Buche, die heute den Hauptteil unserer Wälder ausmachen, kommen besonders im Reinbestand zunehmend an ihre ökologischen Grenzen. Daher ist es wichtig, die Waldbestände möglichst frühzeitig an die sich ändernden Klimabedingungen anzupassen.
Musterbestand des Waldbesitzers Pfarrkirchenstiftung Neukirchen
Ausgangslage
Zoombild vorhanden
Foto: Marius Höhne
Im Jahr 2000 wurde mit einem Harvester ein regelmäßiges Erschließungssystem angelegt. Hierfür schnitt der Harvester alle 30 Meter Rückegassen parallel zueinander mit etwa drei Meter Breite in den Bestand ein.
Daraufhin fanden zwei Durchforstungen motormanuell nach dem Z-Baum Prinzip statt. Hierfür wurden je ausgewähltem Z-Baum ein bis zwei Bedränger entnommen. Mischbaumarten, wie einzelne Kiefern oder Eichen, werden mit in das Z-Baum Kollektiv aufgenommen und gefördert, um einen Mischbaumarten-Anteil im Bestand zu sichern.
Besonderheit: Übungsfläche
Bei der Z-Baum Durchforstung in der Fichte ist es wichtig mit Maß heranzugehen und nicht zu viele Bäume je Z-Baum auf einmal zu entnehmen, da ansonsten das Kronendach zu sehr aufgerissen wird und einzelne Wipfel eine zu große Angriffsfläche für Wind geben. Die Folge davon sind erhöhte Schadanfälle durch Sturmwurf.
Um jedoch die ausgewählten Bäume weitgehend fördern zu können, verteilt man die Entnahme auf mehrere Eingriffe, i.d.R. zweimal im Jahrzehnt. Es gilt die Devise: Mäßig eingreifen, dafür mehrmals.

