Musterbestände zum Waldumbau
Musterbestände rund um Fichten-Altdurchforstung

Fichten-Altdurchforstung Pfarrkirchenstiftung NeukirchenZoombild vorhanden

Foto: Marius Höhne

Die Fichte bildet in den Landkreisen Regensburg und Schwandorf, sowie auch in großen Teilen Bayerns, die Hauptbaumart in unseren Wäldern. Zunehmende Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels, wie zum Beispiel Stürme, gefährden jedoch die meist in Reinbestände vorkommende Baumart. Daher ist es wichtig, diese Bestände durch regelmäßige Pflegeeingriffe zu stabilisieren.

Baumarten wie Fichte, Kiefer und auch Buche, die heute den Hauptteil unserer Wälder ausmachen, kommen besonders im Reinbestand zunehmend an ihre ökologischen Grenzen. Daher ist es wichtig, die Waldbestände möglichst frühzeitig an die sich ändernden Klimabedingungen anzupassen.

Musterbestand des Waldbesitzers Pfarrkirchenstiftung Neukirchen

Ausgangslage

Fichten-Altdurchforstung Pfarrkirchenstiftung NeukirchenZoombild vorhanden

Foto: Marius Höhne

Der Fichtenbestand wurde in den späten 1970er Jahren nach einem vorangegangenen Kahlschlag begründet.
Im Jahr 2000 wurde mit einem Harvester ein regelmäßiges Erschließungssystem angelegt. Hierfür schnitt der Harvester alle 30 Meter Rückegassen parallel zueinander mit etwa drei Meter Breite in den Bestand ein.
In dieser Phase haben sich die Einzelbäume bereits gegen die Konkurrenzvegetation etabliert und weitgehend qualifiziert.
Daraufhin fanden zwei Durchforstungen motormanuell nach dem Z-Baum Prinzip statt. Hierfür wurden je ausgewähltem Z-Baum ein bis zwei Bedränger entnommen. Mischbaumarten, wie einzelne Kiefern oder Eichen, werden mit in das Z-Baum Kollektiv aufgenommen und gefördert, um einen Mischbaumarten-Anteil im Bestand zu sichern.
Der Fokus in der Behandlung des Bestandes in den nächsten Planungsperioden liegt weiterhin auf der Z-Baum-Durchforstung. Die Entnahme von weiteren Bedrängern und das Freistellen der Kronen der Z-Bäume sorgt für einen Ausbau der Baumkrone und der Bildung von mehr Nadelmasse, wodurch das Wachstum auf die einzelnen Z-Bäume gelenkt wird und die Stämme weiter dimensioniert.

Besonderheit: Übungsfläche

An einzelnen Bäumen können noch Bänder erkannt werden. Diese rühren von Probeauszeichnungen im Zuge von Fortbildungsveranstaltungen her.
Bei der Z-Baum Durchforstung in der Fichte ist es wichtig mit Maß heranzugehen und nicht zu viele Bäume je Z-Baum auf einmal zu entnehmen, da ansonsten das Kronendach zu sehr aufgerissen wird und einzelne Wipfel eine zu große Angriffsfläche für Wind geben. Die Folge davon sind erhöhte Schadanfälle durch Sturmwurf.
Um jedoch die ausgewählten Bäume weitgehend fördern zu können, verteilt man die Entnahme auf mehrere Eingriffe, i.d.R. zweimal im Jahrzehnt. Es gilt die Devise: Mäßig eingreifen, dafür mehrmals.

Anfahrtsbeschreibung

Auf der Kreisstraße SAD 3 von Neukirchen nach Vilshofen nehmen Sie die Abfahrt rechts nach Kapflhof. Nach etwa 100 Metern befindet sich der Parkplatz auf der rechten Seite. Eine Übersichtstafel über die einzelnen Bestände des IZW Lehrpfades finden Sie gegenüberliegend auf der anderen Seite.

Lageplan - BayernAtlas Externer Link

Zurück zur Übersichtsseite der Musterbestände im Amtsbereich

Musterbestände zum Waldumbau