Musterbestände zum Waldumbau
Musterbestände rund um Tannen-Voranbau

Tannenvoranbau NiedermurachZoombild vorhanden

Foto: Marius Höhne

Der Klimawandel setzt vor allem den Fichten- und Kiefernreinbeständen zusehends zu. Gezielte Voranbauten in noch geschlossenen Beständen sind dabei ein probates Mittel, um größeren Schadflächen infolge eintretender Schadereignisse entgegenzuwirken.

Baumarten wie Fichte, Kiefer und auch Buche, die heute den Hauptteil unserer Wälder ausmachen, kommen besonders im Reinbestand zunehmend an ihre ökologischen Grenzen. Daher ist es wichtig, die Waldbestände möglichst frühzeitig an die sich ändernden Klimabedingungen anzupassen.

Musterbestand des Waldbesitzers Spitalkirchenstiftung Niedermurach

Ausgangslage

Tannenvoranbau NiedermurachZoombild vorhanden

Foto: Marius Höhne

Vor Beginn des Tannenvoranbaus befand sich auf der Fläche ein geschlossener Fichtenaltbestand mit mehreren unterständigen Buchen.
Im ersten Schritt wurde eine systematische und dauerhafte Feinerschließung in den Bestand gelegt. In diesem Zug wurden gleichzeitig die unterständigen Buchen freigestellt, sodass diese ihre Kronen ausbreiten und entwickeln konnten.
Anschließend wurde im Jahr 1998 zwischen den Rückegassen reine Tannen- und Tannen-Buchen-Voranbauten gruppenweise angelegt und die Fläche anschließend gezäunt. Reine Tannenkulturen wurde in der Nähe von Buchen gepflanzt. Waren keine in der Nähe wurden Buche und Tanne gemischt.
In den freien Zwischenfeldern der Voranbaugruppen stellte sich eine flächendeckende Buchennaturverjüngung durch die Altbuchen ein, welche durch die Freistellung fruktifizierbar geworden sind.
2013 wurde der Zaun abgebaut, da die Verjüngung zum Großteil schon über 1,20 Meter gewachsen ist und somit aus dem Äser, der verbissgefährdeten Zone durch Rehwild.
Es erfolgte eine weitere Auflichtung des Altbestandes durch stellenweise Entnahme der Fichten und Buchen über den gepflanzten Voranbaukulturen, um das Höhenwachstum der Verjüngung zu fördern (sog. „Femeln“). Tut man dies nicht, verhocken ansonsten die kleinen Bäume unter dem dunklen Schirm des Altbestandes, was man an großen Seitentrieben und kleinen Höhentrieben der Bäumchen erkennt.
Die gepflanzte Buche erwies sich im Vergleich zu den zeitgleich gepflanzten Tannen als recht dominant. Deswegen wurde nach der Auflichtung eine Pflege zu Gunsten der Tanne in den Voranbauflächen durchgeführt. Hierzu wurden grobe vorwüchsige Wuchsformen der Buche entfernt.
Weitere geplante Maßnahme in diesem Bestand ist die stückweise Rücknahme des Altbestandes um die bereits aufgelichteten Verjüngungsflächen, in der Forstwirtschaft wird dieses Vorgehen „Rändeln“ genannt.

Anfahrtsbeschreibung

Auf der Staatsstraße 2398 von Oberviechtach kommend Richtung Dieterskirchen nehmen Sie rechts die Abfahrt auf die Kreisstraße SAD 40 Richtung Denglarn Die Einfahrt zum Lehrpfad-Parkplatz finden Sie gleich danach auf der linken Seite. Eine Übersichtstafel am Parkplatz, zeigt ihnen den Weg zu den Beständen.

Lageplan - BayernAtlas Externer Link

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