AELF informiert auf Regensburger Wochenmärkten über Vorratshaltung
Gut versorgt im Notfall – mit Lebensmitteln aus der Region

3 Personen stehen in einem MessestandZoombild vorhanden

© Stadt Regensburg, Sonja Jäger

Der eine möchte die Nudeln mit einem guten Tropfen aus dem prallgefüllten Weinkeller kochen, die andere zur Tochter aufs Land fahren – die Lösungsansätze der Besucher auf den Wochenmärkten Regensburgs sind auf jeden Fall kreativ und oft auch mit einem Augenzwinkern gemeint. Andere wollen von der Ernährungsnotfallvorsorge wiederum gar nichts wissen. Kein Wunder, ist es doch ein schwieriges Thema, mit dem das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regensburg-Schwandorf in den vergangenen Wochen auf den Regensburger Wochenmärkten unterwegs war.

Dort warb es dafür, einen Ernährungsvorrat für drei bis zehn Tage anzulegen. Auch Landrätin Tanja Schweiger und der neue Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger informierten sich auf verschiedenen Wochenmärkten.

Grund zur Sorge?

„Nein“, sagt Behördenleiter Helmut Melchner vom AELF. „Eine gewisse Vorratshaltung gehörte schon immer zum guten Hausverstand. Dies hat nicht an Aktualität verloren. Daran möchten wir die Bevölkerung mit unserer Aktion erinnern. Sie ist gelebte Verantwortung – für sich selbst, für die Familie und die Gemeinschaft.“

Wochenmärkte stärken die Ernährungssouveränität

Bereichsleiterin im Gespräch mit Landrätin vor Stand des AELFZoombild vorhanden

Armin Hofbauer/AELF Regensburg-Schwandorf

Auf die Frage, wo er denn im Notfall Vorräte herbekomme, sagte ein Gast des Standes: „Da gehe ich zu meinem Bauern.“ Das geht natürlich nur, solange sie hier bei uns auch ihr Auskommen finden. Die Bauern, Metzger, Bäcker und Lebensmittelhandwerker sind da und versorgen uns auch in schwierigen Zeiten, – etwa wenn Lieferketten durch geopolitische Krisen oder Extremwetterereignisse wie Hochwasser, Stürme oder Erdrutsche beeinträchtigt werden. Deshalb lässt einen der Einkauf auf dem regionalen Wochen- oder Bauernmarkt bei allen Leckereien nicht nur das Wasser im Mund zusammenlaufen, sondern er schützt auch unsere Ernährungssouveränität.

„Auf unseren Bauern- und Wochenmärkten finden wir fast alles, was wir für unseren Haushalt brauchen“, sagt Bereichsleiterin Annette Dodel. Darunter wichtige Bestandteile für eine vernünftige Vorratshaltung: Lagerbares Obst und Gemüse, eingelegte Wurst, Marmeladen, Honig, Pasta oder Eier. Was es braucht, um eine Person für drei Tage zu versorgen, zeigte das Amt auf seinem Stand mit einer Vorratskiste.

Unterstützung durch Stadt und Landkreis

Die Besuche von Landrätin Tanja Schweiger und Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger zeigten, welchen hohen Stellenwert auch die Kommunen der privaten Vorratshaltung beimessen.
Porträtfoto Tanha Schweiger

„Die ‚Clevere Kiste‘ steht für eine vernünftige und lebensnahe Vorsorge. Aus Sicht des Landkreises Regensburg ist Ernährungsnotfallvorsorge sinnvoll, weil sie dazu beiträgt, dass Bürgerinnen und Bürger im Alltag wie auch in besonderen Situationen gut vorbereitet sind. Wer einen passenden Vorrat zuhause hat, stärkt die Eigenverantwortung und leistet zugleich einen Beitrag zu einer verlässlichen Versorgung in unserem Landkreis.“
Landrätin Tanja Schweiger

Porträtfoto eines Mannes

„Der Stand des AELF zeigt eindrucksvoll, welche Vorsorge jede und jeder von uns im privaten Haushalt treffen sollte, um für Notfälle rechtzeitig vorbereitet zu sein. Ich danke allen, die es möglich gemacht haben, diese Informationen so anschaulich vor Ort auf unsere Regensburger Märkte zu bringen.“
Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger

Bei den meisten fehlt es am Wasser

Für bis zu zehn Tage sollte der Vorrat zu Hause am besten reichen, so die Empfehlung des AELF. Neben den drei Nährstoffgruppen, Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße sollte besonders auch das Trinkwasser nicht vergessen werden. Zwei Liter am Tag pro Person im Haushalt sind hier empfohlen. Zusätzlich braucht man natürlich auch noch Wasser zum Waschen, Zähneputzen usw. „Wir sind daran gewöhnt, dass das Wasser einfach aus dem Hahn kommt. Darum ist Wasser oft die Schwachstelle“, so Annette Dodel.
Empfohlen werden vor allem lange haltbare Lebensmittel, die eine ausgewogene Ernährung ermöglichen und im Alltag auch tatsächlich verwendet werden. Dazu zählen beispielsweise Haferflocken, Reis, Nudeln, Knäckebrot, Hülsenfrüchte, Nüsse, Konserven mit Gemüse oder Fisch sowie haltbare Milchprodukte. „Wer seinen Vorrat regelmäßig überprüft und verbrauchte Lebensmittel wieder ergänzt, ist für mögliche Notfälle gut vorbereitet und kann gleichzeitig im Alltag auf die Vorräte zurückgreifen“, fasste Behördenleiter Melchner zusammen.

Was in einen Notvorrat gehört

  • Trinkwasservorrat
    • Ein Trinkwasservorrat ist im Krisenfall die wichtigste Vorsorge-Maßnahme.
    • Zwei Liter pro Person und Tag sollten es sein.
  • Essensvorrat
    • Berücksichtigung Persönlicher Bedürfnisse ist wichtig. Denken Sie bei der Planung an die Essgewohnheiten, geschmacklichen Vorlieben und Allergien Ihrer Familienmitglieder.
    • Haltbares Essen, das nicht gekühlt und nicht gekocht werden muss (Konserven, Trockenprodukte) ist für den Vorrat ideal, ebenfalls Essen, das kurze Kochzeiten auf dem Campingkocher oder Grill benötigt.
Vergessen Sie auch Ihre Haustiere nicht!

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