Drei Traumnoten zum Ende einer Ära

Schulschlussfeier Nabburg 2022Zoombild vorhanden

Absolventen und Ehrengäste

Am Freitag, den 25. März 2022 wurden die 23 Studierenden des letzten Jahrgangs der Landwirtschaftsschule Nabburg feierlich verabschiedet. Nach 73 Jahren schließt die Landwirtschaftsschule Nabburg für immer ihre Pforten.

Der Grund ist eine Neuorganisation der Landwirtschaftsverwaltung und eine Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Aus- bzw. Fortbildung entsprechend sich ändernden Rahmenbedingungen. Die Schulen werden reformiert und es entsteht ein neues Konzept, welches die ständig steigenden Anforderungen an die Landwirtschaft vermitteln kann. Die Schulstandorte werden besser konzentriert und zielen noch mehr auf eine weiterführende Schulkarriere an der höheren Landbauschule oder der Technikerschule ab.

Dr. Michael Karrer bei seiner Festrede an der Schulschlussfeier in NabburgZoombild vorhanden

Dr. Michael Karrer

Bildung beste Investition
"Bildung und ständige Weiterbildung sind der Schlüssel zum Erfolg." Dazu brauche es Zeit, die sich die jungen Leute unbedingt nehmen sollten, ist sich Hauptredner Dr. Michael Karrer, Ministerialrat am Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sicher. "Nirgends investiert man besser als in die Bildung". so seine Kernbotschaft. Er gratulierte den Schülerinnen und Schüler zum Abschluss als Staatlich geprüfte Wirtschafter für Landbau und betonte, dass sie eine hohe Verantwortung für die Natur, Familie und die gesamte Bevölkerung haben.
Gruppenfoto Jahrgangsbeste Zoombild vorhanden

Jahrgangsbeste

Gleich dreimal die Traumnote 1,0
Die 23 Studierenden, die aus sechs Landkreisen aus der Oberpfalz stammen, haben als letzter Jahrgang nochmals richtige Traumnoten erzielt. Der Semesterdurchschnitt liegt bei 1,91. Die drei Besten sind: Michael Bierler aus Nabburg, Helena Hauser aus Wetterfeld (Landkreis Cham) und Corinna Wagner aus Deining (Landkreis Regensburg).
1450 Studierende lernten an der Landwirtschaftsschule
Behördenleiter Georg Mayer blickte auch auf das lange Bestehen der Landwirtschaftsschule Nabburg zurück. Die ersten Unterrichtsstunden fanden 1949 noch im Hotel zur Post statt. Unter allen Absolventen befanden sich 26 junge Frauen. Anhand von einigen produktionstechnischen Zahlen zeigte Mayer auf, welchen Wandel die Landwirtschaft seither durchlebt hat. So erntete man im Jahr 1954 ungefähr 21 Dezitonnen (dt) Winterweizen je ha, heute sind es im Schnitt 74 dt und die Milchleistung konnte von ca. 2650 kg/Kuh und Jahr auf 8250 kg gesteigert werden. Dieser Sprung ist dem Züchtungsfortschritt, der besseren Produktionstechnik aber auch der Bildung und Ausbildung zuzuschreiben. Auch er richtete den dringenden Appell an die Nachwuchskräfte, das komplette Bildungsangebot wahrzunehmen und immer fachlich aktuell zu bleiben.
Florian Kolb wir vom Rinderzuchtverband Oberpfalz geehrtZoombild vorhanden

Ehrenpreis Rinderzuchtverband

Verantwortung für die Gesellschaft
Auch die Grußwortredner stellvertretende Landrätin Birgit Höcherl, Bürgermeister Frank Zeitler, BBV-Kreisobmann Josef Irlbacher und vlf-Vorsitzender Florian Märkl waren sich, wie wichtig der Beruf des Landwirts sei und welche Verantwortung man für die Gesellschaft trage. Sie wünschten sich, dass sich die jungen, gut ausgebildeten Männer und Frauen im Ehrenamt engagieren und so in der Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Beitrag leisten. Erich Pielhofer vom Rinderzuchtverband Oberpfalz überreichte an den Jahrgangsbesten im tierischen Bereich Florian Kolb (Landkreis Amberg-Sulzbach) den Ehrenpreis.